Konzept

Die Inhalte des Konzepts

Das Konzept, das ich entwickelt habe, verbindet die Schulung der Sinne und das Sammeln von Erfahrungen mit Bewegung und Musik. Der pädagogische Ansatz heißt „lernen durch erleben”. Ich persönlich unterscheide in Anlehnung an die  Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungsförderung e. V. sechs Punkte, die eine umfassende Wahrnehmungsförderung möglich machen. In meinen Kursen achte ich auf die Förderung folgender Punkte:

(1) Kognitiver Bereich:

Ø      Räumliche Orientierungsfähigkeit sowie der Aufbau eines Verständnisses für Gesetzmäßigkeiten: Der Orientierungssinn soll geschult werden, die Kinder lernen durch spezielle Übungen, sich bei unterschiedlichsten Bewegungen im Raum zu orientieren.

Ø      Malen und Basteln: Die Kinder sollen zu jeder Unterrichtseinheit selbstständig etwas gestalten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich durch diese Ruhephase die Unterrichtsinhalte besser einprägen.

Ø      Reaktionsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit: Gemeint ist zum einen die Fähigkeit, angemessen und schnell auf Reize (z.B. auditive Impulse) zu reagieren, zum anderen die Fähigkeit, sich auf Unterrichtsinhalte einzulassen und bestimmten Aufgaben über einen längeren Zeitraum zu folgen.

(2) Motorik:

Ø      Gleichgewichtsfähigkeit: Bestimmte Übungen schulen die Entwicklung des Gleichgewichtssinns; die Kinder sollen lernen in jeder Situation ihr Gleichgewicht halten oder wieder herstellen zu können.

Ø      Kinästhetische Differenzierungsfähigkeit: Unter kinästhetischer Differenzierungsfähigkeit wird die muskuläre Feinabstimmung bei allen Bewegungen verstanden.

Ø      Übungen zur Schulung der Grob- und Feinmotorik: Die Grobmotorik wird beispielsweise durch verschiedene Bewegungsspiele gefördert, die Feinmotorik beispielsweise durch rhythmische Handgestenspiele im Begrüßungskreis.

(3) Musikalischer Bereich:

Ø      Rhythmusfähigkeit: Unter Rhythmusfähigkeit versteht die Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung die Fähigkeit, einen vorgegebenen Rhythmus zu erfassen und motorisch wiederzugeben. Meine persönliche Definition geht etwas weiter. In meinen Kursen geht es nicht nur darum, einen bestimmten Rhythmus aufzunehmen und motorisch wiederzugeben, sondern auch darum, dass die Kinder Rhythmen weiterentwickeln, wiedererkennen und nicht nur motorisch, sondern auch in Verbindung mit Rhythmusinstrumenten wiedergeben können.

(4) Sensomotorik:

Ø      Auditive, visuelle und taktile Wahrnehmungsförderung: Verschiedene Übungen sollen die Kinder mit allen Sinnen erfahren lassen. Die visuelle Wahrnehmung wird beispielsweise durch den Einsatz unterschiedlicher Farben geschult, die auditive Wahrnehmung durch den Einsatz verschiedener Instrumente und CDs (die Kinder lernen bestimmte Geräusche zu erkennen und diese selbst darzustellen), die taktile Wahrnehmung wird durch unterschiedliche „Fühlaufgaben” und den Einsatz unterschiedlichster Materialien gefördert.

(5) Persönlichkeitsentwicklung:

Ø      Individualisierung: Die Kinder bekommen viele Gelegenheiten dazu, ihre eigenen Ideen umzusetzen. Des Weiteren lernen sie, durch spielerisches Nachahmen kleine Rollen zu übernehmen und sich von der Gruppe abzuheben.

(6) Sozialer Bereich:

Ø      Soziales Lernen: Die Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen, z. B. für ein ihnen anvertrautes Instrument, sie lernen abzuwarten, andere aussprechen zu lassen usw.